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Geschichte

DER UNTERWASSERARCHÄOLOGIEPARK BAIAE

VOM KOMMERZIELLEN HAFEN ZUM GESCHÜTZTEN MEERESGEBIET

 

 

Am 30. Januar 2007 wurde zwischen der Archäologischen Behörde von Neapel und Caserta und dem Verband Assodiving Flegreum, vertreten durch Centro Sub Campi Flegrei, die Konzession, welche die Tauchaktivitäten innerhalb des Unterwasserarchäologischen Parks von Baiae regelt, unterzeichnet.

 

Um der Ereigniskette zu folgen, die zur Grundung des Parks führte, müss zunächst erklärt werden warum dieser Bereich derzeit unterhalb des Meeresspiegels liegt.

 

Wir befinden uns in den Phlegräischen Feldern (von das Griechische „brennende Erde“). In diesem Gebiet vulkanischen Ursprungs gibt es das Phänomen der Bradyseism; die Hebung (positive Bradyseism) oder Senkung (negative Bradyseism) des Bodens ist in Bezug auf das menschliche Leben relativ langsam aber sehr schnell für geologische Maßstäbe. Gelegentlich, wie im Fall der Phlegräischen Felder, können diese Bewegungen über einen Zeitraum von Jahrhunderten in Zyklen auftreten. Diese Phänomen entsteht durch Änderungen der Volumen von dicht unter der Erdoberfläche befindlichen Magmakammern. Deren Ausdehnung wird durch Temperaturschwankungen des Magmas in Verbindung mit den Ihnen zugehörigen porösen Erdschichten bestimmt. Durch die bradyseismische Bewegungen brach der antike Küstensteifen zusammen – das Ergebnis war die totale Überflutung aller Gebäude, die auf ihm gebaut wurden. Die einst bekannte kommerzielle Stadt Pozzuoli, die berühmte Wohngegend von Baiae und Misenum und der Sitz der westlichen kaiserlichen Flotte waren alle von großer Bedeutung zu römischen Zeiten; heute befinden sie sich alle unterhalb des Meeresspiegels. Die ersten archäologischen Funde sind in den 1920er entdeckt worden, als während der Bauarbeiten, die sich auf die Erweiterung der Hafenanlage bezog, Skulpturen, architektonischen Elementen und Wassersystemen mit kaiserlichen Insignien ans Licht kamen.

 

Die in den 1940er von Pilot Raimondo Baucher gemachten Luftaufnahmen ermöglichen einen Nachweis über das versunkene archäologische Gebeit von Portus Julius im seichten Wasser direkt vor dem See Lucrino.

 

Trotz des Interesses, welches diese Entdeckung wechte, wurden die ersten Unterwassererkundigungen in Baiae nicht bis in die 1960er durchgeführt; Vermessungen von 1959 und 1960 ergaben die erste Karte der Stadt. Es gab Funde in der Nähe der Landspitze Epitaffio in einer Tiefe von etwa sechs Metern; eine aus Pflastersteinen gebaute Straße mit Gebäuden flankiert (zwei Jahrzehnte später wurde das Nymphäum des Kaisers Claudius in einem dieser Gebäude gefunden) und, weiterdraußen auf dem Meer, befinden sich Reste von anderen Strukturen, z.B. zermentierte Molen (heute ist bekannt, dass diese zum Anleger der Pisonische Villa gehöhren). Darüber hinaus befinden sich etwa 400 Metern von der jetztigen Küste zahlreiche Betonpfleiler; Säulen, die den Standort der antiken Küstenlinie bestätigen. Das Vermessungsprogramm der Gegend wurde lieder schnell auf Grund Mangels an finanziellen Mitteln unterbrochen.

 

1969 markierte zwei wichtige Ereignisse für den Unterwasserarchäologiepark und den Schutz des Gebiets Baiae:

 

Das Erste war, dass in Folge des Zusammenbruches der Vorderseite der Landspitze Epitaffio, zwei Statuen von deutlicher Qualität offenbart wurden. Diese wurden als Odysseus, der einen Weinschlauch hält, und ein Begleiter erkannt; sie wurden intakt im Apsis eines rechteckigen Gebäudes, welches später als das Nymphäum bekannt wurde, aufgefunden.

 

Das Zweite war eine Einigung zwischen dem Leiter des neapolitanischen Stadtrates, Alfonso De Francis, und dem Direktor des militärischen Weisenhauses in der Burg von Baia. Hierbei wurde ein Teil des Burgkomplexes als Archäologische Museum der Phlegräischen Felder zugeweisen.

 

Trotz der starken Resonanz, die diese beiden Ereignisse erzeugten, gelang es nicht weitere Aufmerksamkeit zu erzielen.

 

Die erste Unterwasserausgrabung wurde 1980 von Archäologen durchgeführt. Dies führte zur Identifizierung des Nymphäums des Kaisers Claudius und dessen außerordentlichen Skulpturen.

 

Im Jahr 1984 schließlich, leitete der Superintendent der Burg von Baia ein Wiederaufbauprojekt zur funktionale Intervention in der Gegend ein: ein lokales archäologisches Büro mit einem Labor für die Restaurierung der archäologischen Funde wurde gegründet. So war es möglich mit den ersten Wiederherstellungsarbeiten und Experimenten an den Skulpturen, die zu Füßen der Landspitze Epitaffio gefunden wurden, anzufangen. 1997 wurde ein Saal im Museum der Burg dem Nymphäum des Kaisers Claudius nachgestellt, welches aber dem Original sehr nahe kommt.

 

Im gleichen Zeitraum wurden die Vermessungsarbeiten, die von Nino Lamboglia ausgesetzt wurden, durch G. von Fraia, E. Scognamiglio und N. Lombardi in der versunkenen Stadt von Baiae wieder aufgenommen.

 

Nach ihrer Version der archäologischen Karte von Baiae und der darauf erkennbaren Positionierung der Gebäude, sind die an der Nordküste gelegenen Gebäube besser konserviert da sie weiter von der Handelswege entfernt sind. Dies betrifft den Zugangskanal zu Baianus Lacus (eine Wasserfläche, welche einen See ähnelt), ein Thermalbadkomplex 40 Meter östlich der Landspitze Epitaffio und der Pisonischen Villa (eine Villa mit Säuleneingang und prachtvollen Bodendekorationen mit einem Blick auf die Strasse flankiert von Tavernen und Resten von Fischzuchtbecken und Werften).

 

An der südlichen Seite im Bereich nahe den Werften und dem Hafen hat der Schiffsverkehr eine verheerende Wirkung gehabt in einem Maße, dass die Präservierung der Ruinen begrenzt wurde; während imposante Hafenkonstruktione gegenläufig zur großen römischen Werft durchgefürht worden ist, sind einige antike Säulen durch Schalung ausnahmsweise geschützt worden.

 

Südlich der Burg von Baia, wo der äußere Hafenbereich zu finden ist, sind die Ruinen der Fisch- und Muschelzuchtbecken. Diese wurden aufgrund ihrer großeren Tiefe teilweise erhalten.

 

Im Jahr 1987 wurde die archäologische Bedeutung der Region anerkannt und alle Aktivitäten innerhalb der 500 Metern Zone vor der phlegräischen Küste, die den Zustand des Gebeits verändern wurden, untersagt.

 

Zwischen 1994 und 1998 wurden von der Hafenmeisterei bestimmte Verordnungen erlassen, die den Verkehr kommerziellen Schiffe und Boote zu regeln.

 

Im Jahr 1998 wurden die Gewässer an der Nordseite unter behördlicher Aufsicht gestellt.

 

1999 wurde die erste Unterwasserführung durchgeführt.

 

Im Jahr 2000 lief eine Fähre auf Grund und verursachte schwerwiegende Schäden. Daraufhin wurde diese Bereich für alle kommerziellen Schiffe und Boote gesperrt.

 

Am 7. August 2002 wurde der Unterwasserarchäologiepark Baiae als eine Agentur, zum Schutz des Meeresgebiets, ratifiziert; die Aufsicht darüber liegt derzeit in der Verantwortung der Archäologischen Behörde von Neapel und Caserta.

 

Seitdem wurden große Schritte in Bezug auf den Schutz und die Aufwertung des Bereichs gemacht. Es gibt noch viele Probleme, die gelöst werden müssen, aber der Weg wird immer deutlicher.

 

 

 

 

 

Am 30. Januar 2007 wurde zwischen der Archäologischen Behörde von Neapel und Caserta und dem Verband Assodiving Flegreum, vertreten durch Centro Sub Campi Flegrei, die Konzession, welche die Tauchaktivitäten innerhalb des Unterwasserarchäologischen Parks von Baiae regelt, unterzeichnet.

 

 



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